All-in-One-PC: Für wen sich das lohnt
All-in-One-PC oder Tower und Mini-PC mit Monitor? Vor- und Nachteile, Einsatzorte und Ausstattungskriterien der TERRA AIO-Serien mit 23,8 und 27 Zoll.
Ein All-in-One-PC steckt den kompletten Rechner in das Gehäuse des Bildschirms. Das spart Stellfläche und Kabel, bringt aber auch Einschränkungen mit, die vor dem Kauf bekannt sein sollten. Dieser Ratgeber erklärt, wie sich ein All-in-One von Tower und Mini-PC unterscheidet, wo er typischerweise zum Einsatz kommt und worauf Sie bei der Ausstattung achten sollten – mit den belegten Daten der TERRA-AIO-Modelle der WORTMANN AG.
Was ein All-in-One-PC ist
Bei einem klassischen Desktop-Arbeitsplatz stehen zwei Geräte auf oder unter dem Tisch: der Rechner (Tower, Mini- oder Micro-PC) und ein separater Monitor, verbunden über ein Bildkabel und jeweils mit eigenem Stromanschluss. Ein All-in-One-PC (kurz AIO) fasst beides zusammen. Prozessor, Arbeitsspeicher, SSD, Netzwerk, Lautsprecher und – je nach Modell – Webcam und Mikrofon sitzen hinter oder unter dem Display. Nach außen bleibt ein Gerät auf einem Standfuß, an dem nur das Netzteil und die Eingabegeräte hängen.
Bei den TERRA-AIO-Modellen kommt der Strom laut Datenblatt aus einem externen, lüfterlosen Netzteil. Tastatur und Maus sind bei allen vier Serien nicht im Lieferumfang enthalten und werden separat gewählt, etwa aus der Kategorie Peripherie. Im Alltag heißt das: Gerät auspacken, Netzteil anschließen, Tastatur und Maus verbinden, einschalten.
All-in-One, Tower oder Mini-PC: Der Vergleich
Alle drei Bauformen decken Büroarbeit, Web und Videotelefonie ab. Die Unterschiede liegen in Platzbedarf, Verkabelung, Erweiterbarkeit und im Umgang mit dem Service-Fall.
Kriterium | All-in-One | Tower + Monitor | Mini-PC + Monitor |
|---|---|---|---|
Stellfläche | Ein Gerät mit Standfuß | Rechnergehäuse plus Monitor | Monitor plus kleines Gehäuse, oft hinter dem Display montiert |
Kabel am Arbeitsplatz | Netzteil, Eingabegeräte | Netzkabel Rechner, Netzkabel Monitor, Bildkabel, Eingabegeräte | Netzteil Rechner, Netzkabel Monitor, Bildkabel, Eingabegeräte |
Monitor später wechseln | Nicht getrennt möglich | Frei wählbar | Frei wählbar |
Erweiterung im Gehäuse | Begrenzt (RAM, Laufwerke) | Steckkarten, Laufwerke, Grafikkarte | Begrenzt (RAM, Laufwerke) |
Service-Fall | Betrifft immer das ganze Gerät | Rechner und Monitor getrennt | Rechner und Monitor getrennt |
Dedizierte Grafikkarte | Nein (integrierte Grafik) | Möglich | Nein (integrierte Grafik) |
Platz und Kabel
Der sichtbare Vorteil des All-in-One ist der aufgeräumte Tisch. Ein Tower braucht eigene Stellfläche und zwei Netzanschlüsse, dazu das Bildkabel. Ein Mini- oder Micro-PC kommt dem All-in-One nahe: Die TERRA-Micro-Modelle wiegen laut Datenblatt zwischen 0,48 und 0,65 kg und lassen sich per VESA-Halterung hinter dem Monitor montieren. Auch dann bleibt es aber bei zwei Geräten mit getrennter Stromversorgung und einem Bildkabel dazwischen.
Erweiterbarkeit
Im Tower gibt es Platz für zusätzliche Laufwerke, Steckkarten und größere Grafikkarten. Ein All-in-One lässt sich in geringerem Umfang erweitern: Die TERRA-AIO-Modelle haben laut Datenblatt zwei Steckplätze für SO-DIMM-Arbeitsspeicher und einen freien 2,5-Zoll-Einschub für ein weiteres Laufwerk. Als maximalen Arbeitsspeicher nennt der Hersteller 32 GB (Serie 2401), 64 GB (Serie 2410) beziehungsweise 96 GB (Serien 2420 und 2710). Eine dedizierte Grafikkarte ist in keiner AIO-Serie vorgesehen; alle Modelle arbeiten mit integrierter Intel-Grafik. Wer aktuelle Spiele oder 3D-Anwendungen nutzen möchte, findet die passenden Systeme in den Kategorien Gaming und Workstations.
Service-Fall
Bei getrennten Geräten lässt sich ein defekter Monitor oder Rechner einzeln austauschen oder einsenden, während das andere Gerät weiterläuft. Beim All-in-One geht im Service-Fall das komplette Gerät aus dem Betrieb, weil beides in einem Gehäuse steckt. Das ist keine Aussage über die Ausfallwahrscheinlichkeit, sondern eine organisatorische Frage: Wer einen Arbeitsplatz ohne Unterbrechung betreiben muss, plant beim All-in-One ein Ersatzgerät ein oder greift zur getrennten Lösung. Angaben zur Herstellergarantie stehen bei jedem Modell auf der Produktseite.
Typische Einsatzorte
Empfang und Rezeption: Am Tresen sieht der Besucher die Rückseite des Geräts. Ein All-in-One mit rahmenlosem Design und ohne Kabelstrang unter dem Tisch wirkt aufgeräumt. Die Serien 2410, 2420 und 2710 sind laut Datenblatt mit einem Kensington-Lock-Anschluss ausgestattet, mit dem sich das Gerät mechanisch sichern lässt.
Praxis und Behandlungsraum: Hier zählt wenig Stellfläche und einfache Reinigung. Der Hersteller macht bei den Serien 2410, 2420 und 2710 Angaben zur Oberflächendesinfektion (Kategorie A); welche Mittel zulässig sind, steht im Eigenschaften-Tab der Produktseite.
Beratungstisch und Verkaufsraum: Wenn Kunde und Berater gemeinsam auf den Bildschirm schauen, hilft ein Display, das sich drehen und neigen lässt. Die Serie 2401 ist laut Datenblatt um 45 Grad drehbar und um 120 mm höhenverstellbar, die anderen Serien bieten 130 mm Höhenverstellung und eine Pivot-Funktion zum Drehen ins Hochformat.
Küche und Wohnzimmer: Als Familien-PC in einem Raum, in dem kein Tower stehen soll, passt ein 23,8-Zoll-All-in-One auf eine Kommode oder einen kleinen Tisch. Für den Privatgebrauch gibt es einzelne Modelle der Serien 2401 und 2410 mit Windows 11 Home.
Kasse und Anzeige: Für Kassenplätze kommt es auf Touch-Bedienung, seriellen Anschluss und Dauerbetrieb an. Bei den TERRA-AIO-Modellen hat laut Produktseite der TERRA AIO 2420 (Artikelnummer 1000175) ein kapazitives 10-Punkt-Multitouch-Display; einen COM-Port nennt das Datenblatt der AIO-Serien nicht. Für Kassensysteme und Industrieumgebungen verweist unser Serien-Vergleich auf den lüfterlosen TERRA PC MINI 6000P mit seriellem COM-Port und zwei LAN-Anschlüssen aus der Kategorie Mini- & Micro-PCs.
Ausstattungskriterien für den Kauf
Displaygröße und Auflösung
Die Bildschirmdiagonale ist das erste Kriterium. 23,8 Zoll (60,5 cm) passen auf jeden Schreibtisch; 27 Zoll (68,6 cm) bieten mehr Fläche für zwei Fenster nebeneinander. Bei TERRA gibt es die Serien 2401, 2410 und 2420 mit 23,8 Zoll und die Serie 2710 mit 27 Zoll. Alle Modelle lösen in Full HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 250 cd/m² (Serien 2401 und 2410) beziehungsweise 300 cd/m² (Serien 2420 und 2710) an. Die Serien 2401 und 2710 haben ein entspiegeltes Non-Glare-Panel, das bei Fenstern im Rücken Reflexionen mindert.
Touch: ja oder nein?
Ein Touch-Display ist dann sinnvoll, wenn das Gerät im Stehen oder von wechselnden Personen bedient wird – an der Kasse, am Infopunkt oder in der Küche. Für klassische Schreibtischarbeit mit Tastatur und Maus ist es nicht nötig. Die TERRA-AIO-Serien 2401, 2410 und 2710 sind laut Datenblatt Non-Touch-Modelle; das Touch-Modell der Serie 2420 ist die Ausnahme. Prüfen Sie den Display-Typ im Eigenschaften-Tab, bevor Sie bestellen.
Webcam und Audio
Für Videokonferenzen sollten Webcam, Mikrofon und Lautsprecher eingebaut sein, sonst kommen wieder Zusatzgeräte und Kabel auf den Tisch. Die Serien 2410, 2420 und 2710 haben laut Datenblatt eine versenkbare 5-Megapixel-Webcam, die sich bei Nichtgebrauch im Gehäuse verbirgt, sowie zwei 3-Watt-Stereolautsprecher. Bei der Serie 2401 nennt das Datenblatt ebenfalls zwei 3-Watt-Lautsprecher; ob eine Kamera enthalten ist, sollten Sie auf der jeweiligen Produktseite prüfen.
Anschlüsse
Zählen Sie vor dem Kauf, was am Arbeitsplatz angeschlossen wird: Drucker, Scanner, Kartenleser, Headset, externe Festplatte, Kabelnetzwerk. Die Serie 2401 bietet laut Datenblatt auf der Rückseite vier USB-3.2-Gen2-Anschlüsse (Type A), HDMI, Gigabit-LAN und Audio, seitlich USB 2.0 und USB-C. Die Serien 2420 und 2710 haben unten zwei USB-3.2-Gen2-Type-A-, zwei USB-2.0-, einen HDMI-2.0- und einen DisplayPort-1.4-Anschluss, Gigabit-LAN und Audio, seitlich USB 3.2 Gen1 und einen USB-C-Anschluss mit 20 Gbit/s. Wichtig für Zweitbildschirme: HDMI und DisplayPort sind hier Ausgänge, über die sich laut Hersteller ein oder zwei weitere Monitore ansteuern lassen (Dual- beziehungsweise Triple-Monitoring). WLAN nach Wi-Fi 6 oder 6E, Gigabit-LAN und Bluetooth (5.2 oder 5.3, je nach Serie) sind bei allen Serien integriert.
VESA und Standfuß
Soll das Gerät an eine Wandhalterung oder einen Monitorarm, achten Sie auf die VESA-Bohrung. Die Serie 2401 hat laut Datenblatt eine VESA-Vorrichtung 75 x 75 mm, die Serien 2410, 2420 und 2710 eine 100 x 100 mm; bei diesen drei Serien ist der Standfuß demontierbar. Der mitgelieferte Standfuß ist bei allen Serien höhenverstellbar und neigbar. Das Gewicht spielt bei Halterungen eine Rolle: Die Serie 2401 wiegt laut Datenblatt 4,3 kg, die Serien 2410 und 2420 jeweils 7,5 kg, der 27-Zoll-AIO 2710 8,5 kg.
Prozessor, Arbeitsspeicher, Betriebssystem
Für Office, Web und Videotelefonie reicht jede der angebotenen Prozessorfamilien – Intel Core 3 und Core 5 (Serie 2401), Core i5 der 14. Generation (Serie 2410) oder Core Ultra 5 (Serien 2420 und 2710). Bei vielen parallel geöffneten Anwendungen lohnt sich Core i5 oder Core Ultra 5. Beim Arbeitsspeicher sind 16 GB die Empfehlung; ein Modell der Serie 2420 ist mit 8 GB ausgestattet. Die SSD gibt es mit 500 GB oder 1 TB. Windows 11 Pro empfiehlt der Hersteller für Unternehmen, etwa wegen der Anbindung an eine Windows-Domäne; Privatnutzer sind mit Windows 11 Home gut versorgt.
Häufige Fragen
Kann ich an einen All-in-One-PC einen zweiten Monitor anschließen?
Ja. Die TERRA-AIO-Modelle haben laut Datenblatt einen HDMI-Ausgang, die Serien 2410, 2420 und 2710 zusätzlich einen DisplayPort-Ausgang. Der Hersteller gibt Dual- beziehungsweise Triple-Monitoring an, sodass ein oder zwei weitere Bildschirme betrieben werden können. Passende Monitore finden Sie in der Kategorie Monitore.
Lässt sich ein All-in-One-PC aufrüsten?
In begrenztem Umfang. Die TERRA-AIO-Modelle haben laut Datenblatt zwei SO-DIMM-Steckplätze für Arbeitsspeicher und einen freien 2,5-Zoll-Einschub; der maximale Arbeitsspeicher liegt je nach Serie bei 32, 64 oder 96 GB. Eine dedizierte Grafikkarte lässt sich nicht nachrüsten, und der Bildschirm ist fest verbaut.
Sind Tastatur und Maus im Lieferumfang?
Nein. Bei allen vier TERRA-AIO-Serien sind Tastatur und Maus laut Datenblatt nicht enthalten. Im Lieferumfang sind Netzteil, EU-Netzkabel und Quick Start Guide; passende Eingabegeräte wählen Sie in der Kategorie Peripherie.
Welcher TERRA All-in-One hat ein Touch-Display?
Der TERRA AIO 2420 mit der Artikelnummer 1000175 ist laut Produktseite mit einem kapazitiven 10-Punkt-Multitouch-Display ausgestattet. Die Serien 2401, 2410 und 2710 sind Non-Touch-Modelle. Da es innerhalb einer Serie mehrere Varianten gibt, prüfen Sie den Display-Typ im Eigenschaften-Tab des jeweiligen Modells.
Für wen lohnt sich ein All-in-One nicht?
Für alle, die eine dedizierte Grafikkarte brauchen, den Monitor unabhängig vom Rechner wechseln möchten oder das Gehäuse später mit Steckkarten erweitern wollen. In diesen Fällen sind ein Tower aus der BUSINESS- oder HOME-Serie oder ein Mini-PC mit separatem Monitor die passendere Wahl.
Fazit
Ein All-in-One-PC lohnt sich überall dort, wo ein aufgeräumter Arbeitsplatz mit wenigen Kabeln wichtiger ist als Erweiterbarkeit: am Empfang, in der Praxis, am Beratungstisch oder als Familien-PC. Wer dagegen den Monitor frei wählen, später Steckkarten nachrüsten oder Rechner und Bildschirm im Service-Fall getrennt behandeln möchte, fährt mit einem Tower oder einem Mini-PC plus Monitor besser. Die aktuellen TERRA-Modelle mit 23,8 und 27 Zoll finden Sie unter All-in-One-PCs, die kompakte Alternative mit separatem Bildschirm unter Mini- & Micro-PCs.
Stand: 06.09.2026. Redaktion Terra-Shop24.de. Preise und Verfügbarkeiten finden Sie tagesaktuell auf den Produktseiten.