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Firewall für kleine Unternehmen: Was Sie wirklich brauchen

Spätestens mit dem ersten Mitarbeiter, dem ersten Homeoffice-Zugang oder der ersten Cyberversicherung stellt sich die Frage: Reicht der Router vom Internetanbieter – oder braucht der Betrieb eine richtige Firewall? Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied, hilft bei der Dimensionierung und ordnet die TERRA-Firewall-Modelle mit Securepoint-Technologie ein.

Warum der DSL-Router keine Firewall ersetzt

Jeder Router filtert eingehende Verbindungen – das ist die Grundfunktion von NAT. Eine Unternehmens-Firewall (UTM, Unified Threat Management) macht deutlich mehr: Sie prüft den Datenverkehr auf Schadsoftware, filtert gefährliche oder unerwünschte Webseiten, stellt verschlüsselte VPN-Zugänge fürs Homeoffice bereit, trennt Netzbereiche voneinander (etwa Gäste-WLAN, Kasse und Buchhaltung) und protokolliert Vorfälle nachvollziehbar. Genau diese Punkte fragen inzwischen auch Cyberversicherer und Auftraggeber in Sicherheitsfragebögen ab.

Welche Funktionen im Alltag zählen

  • VPN für Homeoffice und Filialen: Mitarbeiter greifen verschlüsselt auf Server und Warenwirtschaft zu – ohne Bastellösungen und ohne Daten über fremde Cloud-Dienste zu leiten.
  • Webfilter: Blockiert Phishing- und Malware-Seiten, bevor der Browser sie lädt. Der häufigste Angriffsweg auf kleine Betriebe ist nach wie vor der unbedachte Klick.
  • Netztrennung: Das Gäste-WLAN und smarte Geräte gehören nicht ins selbe Netz wie die Buchhaltung. Eine UTM trennt das sauber – mit dem eingebauten WLAN auch ohne zusätzliche Hardware.
  • Zentrale Updates und Berichte: Sicherheitsfunktionen sind nur so gut wie ihre Pflege. Bei einer verwalteten UTM kommen Signatur- und Firmware-Updates vom Hersteller.

Die TERRA Firewalls mit Securepoint-Technologie

Die TERRA-Firewall-Serie kombiniert WORTMANN-Hardware mit der UTM-Software des deutschen Sicherheitsherstellers Securepoint aus Lüneburg – inklusive Support aus Deutschland und DSGVO-konformer Ausrichtung. Für kleine Unternehmen sind zwei Modelle relevant:

  • TERRA FIREWALL BLACK DWARF G5 (ab rund 640 Euro inkl. 12 Monaten Lizenz): Kompaktes Desktop-Gerät für bis zu 10 Benutzer, mit 2x Gigabit-LAN, integriertem WLAN und optionalem LTE-Modul. Die typische Wahl für Büros, Praxen und Kanzleien bis etwa 10 Arbeitsplätze.
  • TERRA FIREWALL BLACK DWARF PRO G5 (ab rund 925 Euro inkl. 12 Monaten Lizenz): Für bis zu 15 Benutzer, mit 4x Gigabit-LAN für echte Netztrennung, WLAN, optionalem LTE und auf Wunsch als 19-Zoll-Einbau. Sinnvoll, sobald mehrere Netzbereiche oder mehr Mitarbeiter dazukommen.

Beide Geräte gibt es wahlweise mit 12 oder 36 Monaten Mindestlaufzeit der Securepoint-Infinity-Lizenz; die 36-Monats-Variante ist auf die Laufzeit gerechnet günstiger. Wichtig zu wissen: Die Lizenz verlängert sich nach Ablauf automatisch um 12 Monate, wenn sie nicht vier Wochen vor Ablauf gekündigt wird – die Aktivierung erfolgt über das Securepoint-Portal.

Was ist mit pfSense und anderen Open-Source-Firewalls?

Open-Source-Lösungen wie pfSense oder OPNsense sind technisch ausgereift und lizenzkostenfrei – und für Betriebe mit eigener IT-Kompetenz eine legitime Option. Der Preis dafür ist Eigenverantwortung: Regelwerk, Updates, Monitoring und die Fehlersuche im Ernstfall liegen komplett beim Betreiber, einen Hersteller-Support gibt es nicht. Für Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung rechnet sich die verwaltete UTM mit Lizenz und deutschem Support meist schon nach dem ersten Vorfall – oder schlicht dadurch, dass sich niemand neben dem Tagesgeschäft in Firewall-Regelwerke einarbeiten muss. Wer den Open-Source-Weg trotzdem prüfen möchte, findet die Kriterien in unserem Beitrag pfSense-Firewall in Deutschland kaufen: Worauf Sie achten sollten.

Richtig dimensionieren: Benutzer, Anschlüsse, Reserven

Die Herstellerangabe „maximale Benutzer" ist der wichtigste Anhaltspunkt: Sie beschreibt, für wie viele gleichzeitig aktive Nutzer Filterleistung und Durchsatz ausgelegt sind. Kalkulieren Sie Wachstum ein – wer heute 8 Mitarbeiter hat und einstellt, fährt mit dem PRO-Modell besser. Zählen Sie auch Geräte mit, die dauerhaft online sind: IP-Telefone, Drucker, Kameras und Kassensysteme erzeugen ebenfalls Verkehr.

In fünf Schritten zur passenden Firewall

  • 1. Bestandsaufnahme: Wie viele Mitarbeiter, wie viele Geräte, gibt es Homeoffice oder Filialen?
  • 2. Anforderungen notieren: VPN-Zugänge, Gäste-WLAN, besondere Vorgaben von Versicherung oder Auftraggebern.
  • 3. Modell wählen: Bis 10 Benutzer der BLACK DWARF G5, darüber oder bei mehreren Netzbereichen der PRO G5.
  • 4. Lizenzlaufzeit festlegen: 36 Monate für den günstigeren Gesamtpreis, 12 Monate für maximale Flexibilität.
  • 5. Einrichtung planen: Grundschutz ist schnell aktiv; wer Regelwerk, VPN und Netztrennung sauber aufsetzen lassen will, holt sich einmalig Unterstützung vom IT-Dienstleister.

Unsicher, welches Modell zu Ihrem Betrieb passt? Unsere kostenlose KI-Kaufberatung hilft bei der Auswahl – oder Sie erreichen uns unter +49 9231 507 82 71 (Mo–Fr, 9–17 Uhr). Die tagesaktuellen Preise finden Sie in der Kategorie Server & Netzwerk unter Firewalls.

Weiterlesen: Damit Firewall und Server auch bei Stromausfall geordnet herunterfahren, hilft der Ratgeber USV richtig auswählen; weitere Beiträge finden Sie in unserem Magazin.